Eis und Feuer

Die Funken sprühen bei den Waldkindern auch bei Minusgraden. 

Eine aussagekräftiges Ereignis aus unserem pädagogischen Alltag, erlebt und erzählt von Einrichtungsleitung Aline.

Es hatte Minustemperaturen in Herrieden und das Wasser in einer ausrangierten Pfanne (die nun zum Spielen genutzt wird) war morgens gefroren. Dann kam bei einem Kind die Frage auf:
“Wie bekomme ich das Eis zum Schmelzen?”
Hm… mit Wärme. “Aber wir haben doch keine Heizung, wo wir das drauf stellen können.” “Mit den Händen wärmen vielleicht?” Der direkte Versuch – “Brrr, meine Hände werden eiskalt!”
Also wollten wir uns am nächsten Tag dem Thema ausführlich widmen. Da schon Donnerstag war und wir keine Zeit mehr hatten, aus Wasser in unterschiedlichen Behältnissen Eisklötze herzustellen (die Folgewoche kündigte wärmeres Wetter an), bekamen die Kinder dies als Hausaufgabe. Am nächsten Morgen brachten die Kinder Pralinenschachteln, Joghurtbecher, Dosen, Shampoo Flaschen etc. mit gefrorenem Wasser mit. Nun war ihr Forscherdrang geweckt.

Wir legten Lupen, Hammer, Schutzbrillen, Feilen etc. bereit. Kinder untersuchten die Eisstücke mit unseren Lupen. “Da sind ja solche Wasserblasen drin!” Alle begannen zu erkunden, experimentieren und zu forschen.
Hm… wir benötigen eine Wärmequelle, um die Pfanne zu erwärmen und das Wasser zum Schmelzen zu bringen. Ideen wurden ausgetauscht, dann ging es an die Arbeit: Holz hacken, Feuerschale und alles benötigte für ein sicheres Feuer gemeinsam herrichten… Feuer entfachen. “Sollen wir die Pfanne direkt ins Feuer stellen?” Nein… wir holen unsere Muurikka. Darauf wurden unterschiedliche Eisklötze geschmolzen, die Pfanne erwärmt und ganz viel beobachtet und entdeckt, was dabei alles passiert. Große & kleine Eisklötze, runde, eckige… “was schmilzt schneller?”… Alle Sinne waren wachsam. “Das Feuer knistert! “Das brutzelt so, wenn das Eis auf die heiße Muurikka tropft.” “Das geschmolzene Wasser raucht ja!” Ist das Rauch? “Nein, das Wasser dampft!”
“Schau mal, der kleine Eiswürfel schwimmt in dem heißen Wasser!” “Oh jetzt ist er schon weggeschmolzen.” “Schau mal, aus dem Eisklotz (Form des Joghurtbechers) ist ein Glas geworden!” Hypothesen wurden aufgestellt, Fragen gestellt, gemeinsam Argumente ausgetauscht, warum da was passiert.
Auf einmal steigt eine große Luftblase innerhalb eines Eisklotzes nach oben. “Schnell heb den Eisklotz an!” Mit Feuerhandschuh heben wir den Klotz an – in der Mitte war unten ein Loch geschmolzen, Wasser lief heraus …. als wir in das rausgeschmolzene Loch schauten: „Wow, Boah, …“ Groß und Klein staunten nur so vor Faszination! In der Mitte standen Eiskristallstäbe.

Auch unsere zwei Schnupperkinder waren von dem Tag, dem Forschen und Experimentieren so begeistert, dass ihre Mutter sie bei uns anmeldete.

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